Radon-Monitoring
über das
Campus-WLAN
70 Bereiche in 14 Gebäuden der Universidad de La Laguna auf Teneriffa, dauerhaft überwacht. Ohne ein einziges neues Kabel, ohne neue SSID und ohne neue IP-Adresse.
Gibt es ein Referenzprojekt, das man anschauen kann? Dieses hier: eine Anlage im Dauerbetrieb, über die die Hochschule selbst spricht. Sie können sich ansehen, was gebaut wurde, wie lange es gedauert hat und was es leistet – und auf Wunsch stellen wir den Kontakt für ein Gespräch her.
Die unsichtbare Gefahr aus dem Untergrund
Die HerausforderungRadon ist ein radioaktives Gas, unsichtbar und geruchlos, und nach dem Tabakkonsum die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Der vulkanische Untergrund der Kanaren treibt die Exposition über den Landesdurchschnitt.
Der Standort San Cristóbal de La Laguna ist als Zone 2 eingestuft, die höchste Schutzkategorie nach der EU-Richtlinie 2013/59/Euratom und spanischem Recht.
Die Universität zählt rund 30.000 Angehörige, viele Lehr- und Verwaltungsflächen liegen in Erdgeschossen. Gefordert war eine permanente Echtzeitüberwachung: Passive Detektoren liefern ein Ergebnis pro Jahr, der Gebäudebetrieb braucht fortlaufende, dokumentierte Werte.
Zugleich durfte die Lösung den Lehrbetrieb nicht stören und keine neue Angriffsfläche im Campusnetz öffnen.
Je Bereich zwei Sensoren, aufgeklebt statt verkabelt. Foto: iWIP
Das WLAN wird zur Funkzelle
Die LösungEin EnOcean-USB-Gateway am USB-Port macht jeden HPE Aruba Access Point zur Funkzelle auf 868 MHz. 45 Access Points wurden so umgerüstet. Das WLAN transportiert die Telemetrie nur verschlüsselt: keine neuen SSIDs, keine neuen VLANs, keine neuen IP-Adressen.
Je Bereich arbeiten zwei Sensoren. Der EnoSense® RADON ist der weltweit erste Radonsensor mit EnOcean-Funk, der EnoSense® CO2 arbeitet energieautark über Energy Harvesting. Die Daten fließen über einen WSS-Tunnel in die Plattform iWIP DATZN®.
Vor dem flächigen Rollout wurden die Prototypen des EnoSense® RADON gemeinsam mit dem ENAC-akkreditierten Labor FIMERALL in Vergleichsmessungen gegen Referenzequipment geprüft.
Das Ergebnis
- 140 Sensoren in 70 Bereichen über 14 Gebäude
- Rollout in vier Wochen, etwa 30 Minuten je Bereich einschließlich Kalibrierung
- Keine neuen Netzgeräte, SSIDs, VLANs oder IP-Adressen
- Kontinuierliche, nachweisbare Messwerte im Gebäudebetrieb
- Ausbau ohne Umbau: geplant sind 150 Bereiche in 29 Gebäuden
- Erweiterbar um Belegung, Feinstaub, VOC und Lärm
„Der Schutz vor Radon ist eine institutionelle Verantwortung gegenüber unserer Universitätsgemeinschaft.“
Vicente Blanco Pérez
Vizerektor für Digitale Transformation, Universidad de La Laguna
Geräte in diesem Projekt
Zwei Sensoren je Bereich
EnoSense® RADONWeltweit erster Radonsensor mit EnOcean-Funk, PoE oder 12 bis 48 V DCDatenblatt und Bestellnummern →
EnoSense® CO2CO2, Luftfeuchte und Temperatur, energieautark über die SolarzelleDatenblatt und Bestellnummern →Partner: HPE Aruba, EnOcean Alliance, iWIP DATZN® und GLOBALAN Telecomunicaciones. Quelle: EnOcean Alliance Case Study, Universidad de La Laguna. Fotos: © iWIP 2026.