Anwendungsfall · Fläche

Arbeitsplatzbelegung messen

Zuverlässige Erkennung belegter Arbeitsplätze. Ohne Leitung zum Tisch, im laufenden Betrieb nachrüstbar.

Arbeitsplatzbelegung
Tischsensoren erfassen die Belegung einzelner Arbeitsplätze.

So läuft die Messung

Vom Sensor bis in Ihr System

Ein häufiger Anwendungsfall für unser Smart-Office-Portfolio ist die Erfassung der Arbeitsplatzauslastung. Ziel ist es, die Anzahl verfügbarer Arbeitsplätze an den Bedarf anzupassen, um Kosten einzusparen und Flächen besser zu nutzen.

Als Datenquelle dienen Tischsensoren wie der EnoSense® Desk VIB, der EnoSense® Desk oder der EnoSense® Wall + Desk, befestigt an den einzelnen Schreibtischen. Das geschieht im laufenden Betrieb mit dem bereits am Gehäuse angebrachten doppelseitigen Klebepad.

Die Sensoren, und das können mehrere Hundert je Stockwerk sein, versenden bei erkannter Bewegung oder Vibration eine EnOcean-Nachricht. Eine EnoDisc® in Reichweite erfasst sie und leitet sie über Ethernet an die VL-700 BASE weiter. Diese gibt die Daten im JSON-Format an den MQTT-Broker Ihrer Wahl.

In dieser Form haben wir bereits mehrere Hundert Gebäude bei Nutzung und Wirtschaftlichkeit ein gutes Stück weitergebracht.

Was dafür spricht

  • Einfache Montage der Sensoren
  • Kurze Zeiten für Installation und Inbetriebnahme
  • Kurze Amortisationszeit Ihrer Investition
  • Anpassbar an nahezu jede Cloudanwendung
  • International verfügbare Lösung
Den ganzen Signalweg ansehen →

Welcher Sensor zu welchem Arbeitsplatz passt

Drei Tischsensoren im Vergleich

Alle drei Sensoren erkennen, dass am Tisch gearbeitet wird, und melden das sofort bei einer Änderung und danach alle 240 Sekunden. Sie unterscheiden sich darin, wie sie erkennen, wie sie versorgt werden und was sie zusätzlich messen.

EnoSense® Desk VIBEnoSense® DeskEnoSense® Wall + Desk
ErkennungVibration der TischplatteVibration und Bewegungsmelder (PIR) unter der Tischkante, einzeln oder kombiniertVibration der Tischplatte
Zusätzlich––Temperatur, Luftfeuchte, Helligkeit
VersorgungBatterie CR2032Batterie CR2032Solarzelle, optional Pufferbatterie
Montageauf oder unter der Tischplatteunter der Tischkante, Linse zum Sitzplatz (Erfassung ca. 0,5 m, ca. 90°)auf der Tischplatte an einer Ecke, mit Licht für die Solarzelle
Einstellennicht nötigServicetaster: Vibration, PIR oder beidesNFC: Empfindlichkeit und Sendehäufigkeit
Passt fürtypische Bürotätigkeit mit Tastatur und Maus; das günstigste Gerätruhige Tätigkeiten, bei denen der Tisch lange nicht berührt wird: Lesen, Telefonieren, Videokonferenzhelle Plätze, an denen auch das Raumklima je Platz gefragt ist

Vom Signal zur Auslastung

Was die Software daraus macht
1HaltezeitEin Platz gilt als belegt, solange Meldungen kommen. Frei ist er erst nach einer Haltezeit ohne Meldung. Sie sollte mindestens zwei Sendeintervalle lang sein, also ab 8 Minuten, damit ein einzelnes verlorenes Telegramm keinen freien Platz vortäuscht.
2Kurz weg oder frei?Kaffeepause und Besprechung sind keine freien Plätze. Wer gebuchte, aber nicht genutzte Plätze automatisch freigeben will, setzt dafür eine eigene, längere Frist an als für die Statistik.
3Die richtige KennzahlFür Desk Sharing zählt nicht die durchschnittliche Belegung, sondern wie viele Plätze gleichzeitig belegt sind, an den vollsten Tagen und je Zone. Daraus ergibt sich, wie viele Plätze eine Fläche wirklich braucht.
4Lang genug messenMontag und Freitag sehen anders aus als die Wochenmitte, Ferienzeiten anders als der Herbst. Mehrere Wochen Messung zeigen das Muster; ein Stichtag zeigt es nicht.

Datenschutz und Mitbestimmung

Ohne Kamera, ohne Bild

Die Tischsensoren nehmen weder Bild noch Ton auf. Sie melden nur, dass sich am Tisch etwas bewegt, nicht wer dort sitzt.

Personenbezogen werden die Daten erst, wenn sich ein Platz einer Person zuordnen lässt, etwa bei festen Plätzen oder zusammen mit Buchungsdaten. Dann gilt die DSGVO. Bewährt hat sich, die Belegung nach Zonen oder Etagen zusammenzufassen und Rohdaten nur kurz aufzubewahren.

In Deutschland hat der Betriebsrat bei technischen Einrichtungen, die Verhalten oder Leistung überwachen können, ein Mitbestimmungsrecht (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG). Binden Sie ihn und den Datenschutzbeauftragten deshalb früh ein; eine Betriebsvereinbarung legt fest, wofür die Daten genutzt werden.

Häufige Fragen

5 Fragen

Wie zuverlässig erkennt ein Tischsensor einen belegten Platz?

Der Vibrationssensor erkennt typische Bürotätigkeit wie Tippen, Arbeiten mit der Maus oder Abstützen auf der Tischplatte. Bei ruhigen Tätigkeiten ohne Tischberührung ergänzt der Bewegungsmelder unter der Tischkante des EnoSense® Desk die Erkennung.

Braucht jeder Arbeitsplatz einen eigenen Sensor?

Ja, wenn die Belegung je Platz gefragt ist. Reicht die Belegung je Raum oder Zone, genügen Präsenzmelder an der Decke oder Personenzähler am Eingang.

Welche Haltezeit ist richtig?

Mindestens zwei Sendeintervalle, also ab 8 Minuten. Kürzere Haltezeiten melden Plätze als frei, obwohl dort gearbeitet wird.

Wie kommen die Daten in die Buchungs- oder Analysesoftware?

Die VL-700 BASE gibt die Meldungen im JSON-Format an einen MQTT-Broker Ihrer Wahl. Die Software abonniert dort die Plätze. Eine VL-700 BASE verwaltet bis zu 32 EnoDisc® und 500 Sensoren.

Ist Arbeitsplatzbelegung ohne Kamera datenschutzkonform möglich?

Die Sensoren erfassen kein Bild und keine Person, nur Bewegung am Tisch. Personenbezogen wird es erst durch die Zuordnung eines Platzes zu einer Person. Betriebsrat und Datenschutzbeauftragten sollten Sie früh einbinden.

Rechnen wir das für Ihr Gebäude durch?

Nennen Sie uns Fläche, Raumzahl und Zielsystem. Sie bekommen eine Geräteliste mit Bestellnummern, einen Vorschlag für die Zahl der Empfänger und ein Angebot.