Wissen für die Planung

Montagehöhe und Montageort

Wie hoch muss ein Sensor montiert werden? Kurz: Luftsensoren für CO2, Temperatur und Feuchte gehören in 1,1 bis 1,7 m, Bewegungsmelder an die Decke auf 2,5 m, der People Counter über den Durchgang auf 2,2 bis 2,5 m und Tischsensoren auf oder unter die Tischplatte. Ausführlich, je Gerät und mit Begründung, steht es hier.

1,1–1,7 mLuftsensoren im Atembereich
2,5 mBewegungsmelder an der Decke
2,2–2,5 mPeople Counter über dem Durchgang
4 mPresence Count für 7 × 3 m

In welcher Höhe wird ein CO2-Sensor montiert?

Die häufigste Frage

Ein CO2-Sensor wird in 1,1 bis 1,7 m über dem Fertigfußboden montiert. Das ist der Atembereich sitzender und stehender Personen, und genau die Luft soll gemessen werden – nicht die am Boden und nicht die unter der Decke. Unser Datenblatt nennt als Montagehöhe rund 1,75 m; wo eine WELL-Zertifizierung angestrebt wird, sind 1,1 bis 1,7 m ausdrücklich gefordert. Wer beides erfüllen will, montiert bei 1,7 m.

Wichtiger als der einzelne Zentimeter ist der Ort im Raum. Der Sensor gehört an eine Innenwand, möglichst gegenüber der Tür. Neben der Tür misst er den Flur, im Zuluftstrahl misst er die Anlage und in der Abluft misst er einen Mischwert, der mit dem Raum wenig zu tun hat. Als Faustregel planen wir einen Meter Abstand zu Tür, Fenster, Zuluft, Abluft sowie Heiz- und Kühlflächen ein.

Wo zertifiziert wird, steht die Spanne in der Vorgabe: WELL v2 verlangt 1,1 bis 1,7 m für Messgeräte und Anzeigen, RESET Air lässt 0,9 bis 1,8 m zu und fordert zusätzlich mindestens 5 m Abstand zu öffenbaren Fenstern und zu Zuluftdurchlässen. Ohne Zertifizierung gilt der Atembereich als Regel, also 1,2 bis 1,8 m.

Dasselbe gilt für Temperatur und Feuchte: gemessen wird dort, wo sich Menschen aufhalten. Ein Sensor an der Außenwand zeigt die Wand, einer über dem Heizkörper die Heizung. Vier Messpunkte je Etage machen sichtbar, ob die Fläche gleichmäßig versorgt wird.

Die Höhe ist eine Spanne, kein Punkt. Zwischen 1,1 und 1,7 m ändert sich am CO2-Wert wenig. Ob der Sensor neben der Tür oder gegenüber hängt, ändert ihn stark. Wer nur eine Angabe in die Ausschreibung schreiben kann, schreibt den Ort.

Decke, Wand, Arbeitsebene: die drei Ebenen

Alle Geräte in einer Tabelle

Eine vollständig bestückte Etage hat Geräte auf drei Ebenen. An der Decke hängt, was eine Fläche überblicken muss: Bewegungsmelder, Zähler und die Funkempfänger. An der Wand hängt, was die Luft misst oder etwas anzeigt. Auf der Arbeitsebene sitzt, was den einzelnen Arbeitsplatz betrifft.

Die folgende Tabelle nennt für jedes Gerät den Montageort, die Höhe und den Grund. Die Werte stammen aus den Produktdatenblättern, aus der Musteretage und – wo eine Zertifizierung sie vorgibt – aus WELL.

GerätMontageortHöheWorauf zu achten ist
EnoSense® CO2, EnoPuck® CO2Innenwand gegenüber der Tür1,1 bis 1,7 mNicht neben der Tür, nicht im Zuluftstrahl, nicht in der Abluft – sonst misst das Gerät den Flur statt den Raum. Unser Datenblatt empfiehlt etwa 1,75 m; wo WELL gilt, sind 1,1 bis 1,7 m gefordert.
EnoSense® Temp/RHIm Aufenthaltsbereich, mehrere Punkte je Etage1,1 bis 1,7 mMindestens 1 m von Außenwand, Tür, direkter Sonne, Zu- und Abluft sowie von Heiz- und Kühlflächen entfernt. Vier Messpunkte je Etage zeigen, ob die Fläche gleichmäßig versorgt wird.
EnoSense® PM VOCWandmontage mit beiliegendem HalterAufenthaltsbereichPartikel und VOC werden wie CO2 im Atembereich gemessen. Nicht in der Zuluft und nicht direkt neben einer Quelle wie Drucker oder Teeküche.
EnoSense® RadonIm Raum, der bewertet werden sollAufenthaltsbereichDer Messort gehört in den Raum, für den der Nachweis gilt – also in den Arbeitsraum, nicht in den Flur davor. Betriebstemperatur des Aufstellorts prüfen, Untergrenze +10 °C.
EnoSense® PIR Ceiling, PIR DOTDecke, Raummitte2,5 mBei 2,5 m Montagehöhe ergibt sich ein Erfassungsradius von rund 3 m. Höher montiert wächst die Fläche, die Empfindlichkeit am Rand sinkt.
EnoSense® Presence CountDecke, über der zu zählenden Fläche4 mBei 4 m Montagehöhe wird ein Bereich von maximal 7 × 3 m erfasst. Befestigung über die Löcher in der Bodenplatte, Sensorik nach vorn.
EnoSense® People CounterDecke, über dem Durchgang2,2 bis 2,5 m, typisch 2,4 mZählt Personen im Durchgang, ohne einzelne Plätze zu erfassen. Erfassungsbereich rund 0,5 m vor und 0,2 m hinter dem Sensor.
EnoSense® DeskAuf der Tischplattetypisch 0,85 mErfassungswinkel rund 90 Grad, Erfassung etwa 0,5 m vor dem Sensor. Ausrichtung zum Arbeitsplatz, nicht zum Gang.
EnoSense® Desk VIBUnter der TischplatteTischhöheEin Sensor je Arbeitsplatz. Montage auch im laufenden Bürobetrieb möglich, ohne Konfiguration.
EnoSense® LUXIm FensterbereichArbeitsebeneMisst das Tageslicht, damit die Beleuchtung nur so viel zugibt wie nötig. Nicht im Schatten eines Regals und nicht direkt unter der Leuchte.
EnoSense® WindowAm öffenbaren FensterFensterrahmenMeldet den Fensterzustand an die Regelung, damit die Heizung beim Lüften nicht gegen das offene Fenster arbeitet.
EnoSign® RaumanzeigeWand, sichtbar am Zugang1,1 bis 1,7 mWELL verlangt für Anzeigen dieselbe Höhe wie für Messgeräte und eine Anzeige je 325 m². Die EnoSign zeigt die Werte eines beliebigen Sensors, ohne selbst zu messen und ohne Leitung.
EnoDisc® FunkempfängerDecke, versetzt zur MittelachseDeckenhöheEin Empfänger deckt mit dem Planungsradius von 12 m rund 450 m² ab; die Bereiche überlappen bewusst. Anschluss über RJ45 oder LSA, Versorgung per PoE.
VL-700 BASE GatewayTechnikraum, HutschieneSchaltschrankEin Gateway je Etage, mit Firewall zwischen Feldnetz und Gebäudenetz. Von hier gehen die Werte in die Gebäudeautomation.
Decke heißt nicht Rohdecke. Bei abgehängten Decken gilt die Unterkante als Montagehöhe. Steht im Leistungsverzeichnis die Rohbauhöhe, hängt der Melder am Ende 30 cm zu hoch und erfasst einen größeren Bereich mit weniger Empfindlichkeit am Rand.

Wo ein Gerät nicht hängen darf

Fünf Fehler, die im Betrieb auffallen

Die meisten Beschwerden über „falsche Messwerte“ sind Montagefehler. Fünf kommen immer wieder vor, und alle fünf sind auf dem Plan billiger zu vermeiden als in der Abnahme zu erklären.

Im Zuluftstrahl: der Sensor misst die Anlage, nicht den Raum, und die Regelung fährt gegen sich selbst. Neben der Tür: bei jedem Öffnen kommt der Flurwert herein, der Verlauf wird unruhig. In der direkten Sonne oder über einem Heizkörper: die Temperatur stimmt nicht mehr, und bei kombinierten Geräten fällt die Feuchte gleich mit.

Hinter einem Regal oder einer Pflanze: die Luft steht, der Wert hängt hinterher. Und der Bewegungsmelder in der Raumecke statt in der Raummitte: sein Erfassungskegel zeigt dann zur Hälfte an die Wand, und der halbe Raum ist blind. Bei 2,5 m Montagehöhe deckt ein Deckenmelder rund 3 m Radius ab – das rechnet sich nur von der Mitte aus.

Vor der AusschreibungOrt je Raum festlegenIm Grundriss eintragen, an welcher Wand das Gerät hängt. Der Satz „Montage nach Herstellerangabe“ verschiebt die Entscheidung auf die Baustelle, und dort entscheidet der kurze Weg.
Auf der BaustelleUntergrund prüfenGipskarton, Beton oder Glastrennwand brauchen verschiedene Befestigungen. Bei Glas und Metall gehört zusätzlich die Funkstrecke geprüft.
Nach der MontageOrt dokumentierenRaumnummer, Geräte-ID und Montageort gehören in dieselbe Liste. Ohne sie ist beim ersten Batteriewechsel unklar, welches Gerät gemeint ist.

Was das für Ihre Ausschreibung heißt

9 Punkte
  • Montagehöhe je Gerätegruppe festschreiben, nicht „nach Herstellerangabe“.
  • Wo WELL gilt: 1,1 bis 1,7 m für Luftsensoren und Anzeigen ausdrücklich nennen.
  • Montageort je Raum benennen: Innenwand gegenüber der Tür, Decke Raummitte, über dem Durchgang.
  • Mindestabstand aufnehmen: ein Meter zu Tür, Fenster, Zuluft, Abluft sowie Heiz- und Kühlflächen.
  • Bei abgehängten Decken die Unterkante als Bezug benennen, nicht die Rohdecke.
  • Für Zählgeräte die Durchgangshöhe prüfen: 2,2 bis 2,5 m, typisch 2,4 m.
  • Befestigungsmittel und Untergrund je Raumart festlegen.
  • Festlegen, wer montiert: Tischsensoren kann der Nutzer selbst anbringen, Deckengeräte gehören in das Elektrogewerk.
  • Aufmaß und Dokumentation verlangen: Raumnummer, Geräte-ID, Montageort.
Stand und Quellen

Stand der Angaben: 16.09.2026. Regulatorische Angaben sind nach bestem Wissen zusammengestellt und ersetzen keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist immer der Wortlaut der jeweils geltenden Fassung.

  • Montagehöhen und Montageorte je Gerät aus den jeweiligen Produktdatenblättern (Angabe „Montagehöhe“), Stand September 2026.
  • WELL v2, Feature A08 „Air Quality Monitoring and Awareness“, Fassung Q4 2021: Montagehöhe 1,1 bis 1,7 m für Messgeräte und Anzeigen.
  • RESET™ Air Standard for Commercial Interiors v2.0 vom 31.01.2018, Abschnitt 2.2.6: Montagehöhe 0,9 bis 1,8 m, Mindestabstand 5 m zu öffenbaren Fenstern und Zuluftdurchlässen.
  • Platzierung und Begründung je Gerät aus der Musteretage dieser Webseite (121 Geräte, drei Ausbaustufen).
  • Der Mindestabstand von einem Meter zu Tür, Fenster, Zuluft, Abluft und Heizflächen ist unsere Planungsempfehlung, keine Vorgabe aus einer Norm.

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